Ortsbeschreibung

St. Michaelisdonn liegt verkehrsgünstig an vier Landesstraßen zwischen Brunsbüttel und Heide/Büsum. Im Stundentakt fahren Züge auf der Marschbahn Richtung Hamburg – Westerland/Sylt.

 Rund 17 km von Elbe und Nordsee entfernt befindet sich die Gemeinde St. Michaelisdonn an der alten Nordseesteilküste, dem Kleve (Kliff), am westlichen Rand des Amtes Burg-St. Michaelisdonn. Mit 3500 Einwohnern ist St. Michel größter ländlicher Zentralort Dithmarschens, des ältesten Landkreises Deutschlands.

Als Brücke zwischen Marsch und Geest teilen sich die 2.300 ha Gemeindefläche ausgewogen in drei Landschaftsformen auf: Geest, Kleve mit Moorniederungen und Dünenstreifen sowie der fruchtbaren Marsch. Die letzte Eiszeit hat markante Schluchten und einzigartige Naturschönheiten hinterlassen. Schon in der jüngeren Steinzeit waren Geest und Kleve bewohnt. Mit Beginn der Neuzeit siedelten erste Handwerker, Händler und Bauern auch westlich des Kleves. Aus einer Handvoll Katen entstand ein Dorf, das sich um die 1611 auf einer Düne („Donn"), errichtete St. Michaelis-Kirche drängte. Durch gute Straßenverbindungen zwischen Marsch und Geest gewann der „St. Michaelis-Donn" durch den ab 1706 jährlich stattfindenden „Holzmarkt" eine erste wirtschaftliche Bedeutung. Überregional bekannt wurde der Ort durch den Bau der Marschbahn Hamburg - Westerland im Jahr 1878 sowie die Gründung der Zuckerfabrik 1888.

St. Michaelisdonn blieb dennoch ein überschaubares Dorf mit starker Prägung durch die Landwirtschaft. Die große Flächenausdehnung des Ortes ergab sich 1935 durch die Verschmelzung mit den einstigen Bauernschaften Hindorf, Hopen und Westdorf zur amstfreien Gemeinde St. Michaelisdonn. Nach zwei Verwaltungsreformen ist der Hauptverwaltungssitz heute in Burg/Dithmarschen. Geblieben sind ein Bürgerbüro sowie Bürgermeisterdiensträume und ein Sitzungssaal im Amtsgebäude. Die Gemeindewerke St. Michel-Energie sind ebenso im Amtsgebäude auf dem Donn präsent. Dieses in Bürgerhand befindliche Unternehmen baut Schritt für Schritt eine komplette Energieversorgung mit Strom und Wärme auf der Basis von 100 % erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne und Biomasse auf.

Einwohnern und Gästen bietet die „Brücke zwischen Marsch und Geest" - wie St. Michaelisdonn auch sinnbildlich genannt wird – ein sehr abwechslungsreiches Landschaftsbild. Am südlichen Ortsrand erhebt sich an den Moorwiesen der mit  33 Metern für Dithmarscher Verhältnisse ungewöhnlich hohe Spiekerberg, der bei klarer Luft eine faszinierende Aussicht über die Tiefebene ermöglicht. Jährlich im August gibt die Heideblüte ein wunderbares Naturbild ab. Weithin für jedermann sichtbar hoch auf dem Kleve gelegen befindet sich die 1842 erbaute Holländermühle „Edda". Das Wahrzeichen des Ortes ist die „Diva" unter den historischen Mühlen Deutschlands.

Unsere Gemeinde hat Naturfreunden und Urlaubern einiges zu bieten. Mehr Infos finden Sie unter Tourismus & Freizeit.

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Ausführlich Informationen zur Geschichte St. Michaelisdonn bietet die Chronik zum Ort.
Sie kann zum Preis von 9,00 EUR  während der Dienststunden im Gebäude der Amtsverwaltung, Am Rathaus 8, 25693 St. Michaelisdonn, Zimmer 9, Telefon 04853/800218 (Frau Augstein) oder 10 Frau Habeck), erworben werden.

Zum Inhalt - Kurzfassung:
In der Chronik wird von der Vor- und Frühgeschichte bis in die Zeit um 1984 berichtet:
von der Geschichte der Landschaft an der Nordseeküste, Elbmündung und totem Kliff;
von der Entwicklung des Kirchspiels; von der Arbeit und den Mühen der Menschen in alter Zeit;
von Begebenheiten und all dem Leben in der großen Landgemeinde St. Michaelisdonn.



 

 
Sankt Michaelisdonn, den 16.09.2014